Selbsterfahrungsübung Unterstützte Kommunikation

Um Menschen nahezubringen, wozu UK eigentlich nütze ist, hilft es, Selbsterfahrungsübungen durchzuführen.

Ich persönlich tu mich immer schwer damit, wenn ich in solchen Übungen den entsprechenden Menschen (zum Beispiel FSJlern an Förderschulen) „nur“ Übungen machen lasse, in denen sie selbst sich nicht der Lautsprache bedienen dürfen.

Dadurch wird meiner Meinung nach nur das Mitleid geschürt.

Es hilft aber niemandem- schon gar nicht den nichtsprechenden Schülern- wenn jemand Mitleid hat. Es hilft, wenn er Handlungsalternativen hat.

 

Deswegen mache ich gerne Dreiergruppen, die gemeinsam eine Übung machen.

PersonA: Nichtsprechend

PersonB: Sein Helfer

PersonC: Der Kommunikationspartner

 

Ein Gesprächsthema wird festgelegt (irgendwas Fieses, zum Beispiel: Was steht bei dir nächste Woche so an).

PersonC versucht sich an einer Kommunikation, PersonB gibt PersonA das Vokabular, das er seiner Meinung nach benötigt.

Das Gespräch wird über einen gewissen Zeitraum auf Teufel-komm-raus durchgezogen.

Danach erzählt PersonA, welches Vokabular er eigentlich benötigt hätte bzw. was vielleicht warum sinnvoll war.

 

Meiner Meinung nach ist es wichtig, direkt mit angebotenem eingeschränkten Vokabular umgehen zu müssen. Weil es nichts Schlimmeres gibt, als wenn einem dadurch Wörter in den Mund gelegt werden, die man vielleicht selbst gar nicht sagen wollte.

Hier lernen die Leute, wie schwierig es sein kann, Vokabular zu finden, Alternativen zu suchen und warum es manchmal trotzdem nicht klappt.

Zudem lernen sie so vielleicht schon, welches Vokabular immer hilfreich ist (Stichwort: Kern- und Randvokabular) oder was auf jeden Fall häufig wirkt.

 

Probiert es doch mal aus und erzählt, wie es bei euch so funktioniert hat.

 

Dass in der Dreiergruppe dann durchgetauscht wird, so dass jeder mal jede Rolle innehatte, ist ja klar, nicht wahr? 🙂

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