Theatersport-Disziplinen 2017

Disziplin 1:
Sprachspiele
ABC
Eine Alphabetlänge, 2 Personen
Das ABC-Spiel ist ganz einfach – eigentlich.
Die Darsteller sprechen abwechselnd einen Satz. Der erste Satz muss mit A beginnen, der zweite
mit B und so weiter. Dabei sollte sich natürlich ein sinniges Gespräch entwickeln.
Wertung:
Der Schiedsrichter achtet darauf, dass alle Buchstaben vorkommen, wenn nicht, gibt es
pro fehlenden Buchstaben 1 Minuspunkt.
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen.
Wort für Wort (mit oder ohne Springer)
< 3 Minuten/ 4 oder 3 Personen
Es wird von vier Spielern eine beliebige Szene mit oder ohne Vorgabe des Publikums gespielt. Dabei
sind jeweils zwei Spieler dieselbe Person, die aber Wort für Wort abwechselnd sprechen. Z.B. (A:)
Oh (B:) Wie (A:) kommen (B:) sie (A:) hier (B:) her? Das andere Spielerpärchen antwortet (C:) Na
(D:) durch (C:) die (D:) Tür! Dabei sollen die Pärchen wie jeweils eine Person agieren.
In der Variante mit drei Spielern ist einer der Spieler der Springer, der zwischen den beiden Figuren
hin- und her wechseln muss, je nachdem wer gerade spricht.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
2
Reimen
< 3 Minuten/ 2 Personen
Zwei Personen stehen auf der Bühne und bringen ein Gespräch in Gang.
Dabei sagt Person1 zwei Sätze: Satz A. Satz B.
Person2 muss nun einen Reim auf Satz B finden, er sagt nun: Reim auf Satz B. Satz C.
Person1 muss nun wieder einen Reim auf Satz C finden, er sagt nun: Reim auf Satz C. Satz D.
Und so weiter.
Wertung:
Der Schiedsrichter entscheidet, ob unreine Reime etc erlaubt sind und achtet darauf,
dass die Reimform beibehalten wird.
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen.
Hörspiel
<4 Minuten/ max. alle
Das Hörspiel ist ausschließlich ein Sprachspiel. Häufig wird bei dieser Disziplin sogar das
Rampenlicht abgedunkelt.
Die Darsteller dürfen sich auf die Bühne setzen und beginnen, eine Geschichte zu erzählen.
Da es sich um ein Hörspiel handelt, sollten natürlich auch die Geräusche zur Geschichte passen-
dies kann mit gestellten Requisiten, allen Bühnenelementen oder dem eigenen Körper geschehen.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
3
Disziplin 2:
Gefühlsspiele
Gefühls-Achterbahn
4 Minuten/
4 Personen
Achterbahn: Im Vorfeld sammelt der Moderator acht Gefühle, die das Publikum vorgibt und
schreibt diese auf. Er gibt das erste Gefühl vor und lässt die Szene beginnen, alle 30 Sekunden
stoppt er und gibt ein neues Gefühl ein.
Zappen: Vom Prinzip her geht dieses Spiel genau wie die „Gefühlsmäßige Achterbahn“.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass hier das Publikum entscheidet, wann die Gefühle
gewechselt werden.
Wichtig ist, dass dieses Gefühl nicht alle Darsteller auf der Bühne haben müssen. Geht es zum
Beispiel um Angst, reicht es theoretisch, wenn Angst das Thema ist oder eine Person Angst
verspürt.
Wertung:
Der Schiedsrichter achtet darauf, dass alle Gefühle vorkommen, wenn nicht, gibt es pro
fehlendes Gefühl 1 Minuspunkt.
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen.
Die Szenen können erst von Team A, dann von Team B gespielt werden, es ist aber auch möglich,
dass in einer Szene Mitglieder beider Teams mit- und gegeneinander spielen und getrennt
bewertet werden.
Gefühls-Quadrat
<4 Durchläufe/
≤4
Personen
Die
wird in vier quadratische Bereiche eingeteilt. Jedem der Bereiche wird durch Publikumszuruf
ein „
“ zugeordnet (bspw. Hass, Liebe, Eifersucht, Trauer). Nun gibt das
bspw. noch einen Ort vor,
an dem die zu improvisierende
entstehen soll. Die Spieler entwickeln nun eine
zusammenhängende Geschichte, wobei sich die
frei auf der Bühne bewegen können, jedoch je
nach Standort („Gefühlsquadrat“) Ihre
unterschiedlich ausspielen, also in der entsprechenden
Emotion einfärben.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen. Auch kann er entscheiden, ob die gesamte Szene eine Emotion erhält oder
ob jeder Darsteller eine eigene neue Emotion bekommen soll.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
4
Gefühls-Taxi
<4 Durchläufe/ 4 Personen
2 mal 2 Stühle sind das Taxi. Zum Anfang sitzen 3 Spieler im Taxi. Spieler A vorne ist der Fahrer,
Spieler B ist der Beifahrer und Spieler C sitzt hinten, hinter dem Fahrer.
Spieler D steht an der Straße, ruft das Taxi und will mitgenommen werden. Spieler D hat dabei ein
bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Haltung oder einen Subtext. Spieler A, mimt, dass er das
Taxi anhält und lässt Spieler D hinten, hinter dem Beifahrersitz einsteigen.
Ab da übernehmen alle Spieler im Taxi das Gefühl von Spieler D. Dies kann gerne langsam immer
noch etwas größer gemacht werden, als es schon war.
Irgendwann steigt Spieler A aus Gründen aus (z.B. „Muss mal kurz Zigaretten holen“) und damit
wird der vorherige Beifahrer Spieler B zum Fahrer des Taxis. Spieler C rückt von hinten auf den
Beifahrersitz vor und Spieler D rückt auf den Platz hinter den Fahrersitz. Noch behalten alle Spie
ler das letzte Gefühl bei.
Nun steht ein neuer Spieler an der Straße mit einem neuen Gefühl/Haltung, auch dieser wird wie
der mitgenommen (steigt wieder hinten ein) und auch dessen Eigenschaften werden wieder so
fort von allen Insassen des Taxis übernommen. Usw. usf.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen. Auch kann er entscheiden, ob die gesamte Szene eine Emotion erhält oder
ob jeder Darsteller eine eigene neue Emotion bekommen soll.
Gefühls-Replay
<4 Durchläufe/
3 Personen
Spielbeschreibung s. Kategorie Replays.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
5
Disziplin 3:
Replays
Märchen-Replay
<5 Minuten/
4 Personen
Ein bekanntes Märchen wird gespielt. Der Schiedsrichter kann das Publikum Genre, Orte oder
Gefühle eingeben lassen.
Wertung:
Der Schiedsrichter achtet darauf, ob alle Angaben erfüllt wurden. Er entscheidet über
die Minuspunkte, gibt dies aber vorher preis. Das Publikum gibt Punkte.
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann ein Märchen vorgeben oder jemanden aus
dem gegnerischen Team oder dem Publikum bestimmen, der dies macht.
Wort-Replay
4 Minuten/
4 Personen
Zunächst wird wie bei allen Replays eine freie Szene gespielt. Hierbei sollte darauf geachtet
werden, dass die Spieler viel Reden und auch lange Sätze machen. Bei der ersten Wiederholung
darf nun jeder Spieler nur noch in 3-Wort-Sätzen reden, Bei der zweiten ist je nur ein Wort
erlaubt. Auch dieses Replay reduziert die Anfangsszene aufs wesentliche, jedoch leidet durch die
fehlende Zeitvorgabe nicht die Pantomime.
Wertung:
Der Schiedsrichter achtet darauf, dass nicht mehr als die erlaubten Worte vorkommen,
wenn nicht, gibt es pro Durchlauf 1 Minuspunkt.
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen, Orte
oder Berufe eingeben lassen.
Gefühls-Replay
<4 Durchläufe/
≤4
Personen
Die Darsteller spielen eine kurze Szene mit eindeutigem Anfang und Ende.
Nach dem ersten Durchlauf gibt das Publikum eine Emotion vor, in welcher die gleiche Szene
nochmal gespielt werden muss.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Genre, Orte oder
Berufe eingeben lassen. Auch kann er entscheiden, ob die gesamte Szene eine Emotion erhält oder
ob jeder Darsteller eine eigene neue Emotion bekommen soll.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
6
Genre-Replay
<4 Durchläufe/
≤4
Personen
Die Darsteller spielen eine kurze Szene mit eindeutigem Anfang und Ende.
Nach dem ersten Durchlauf gibt das Publikum ein Genre vor, in welchem die gleiche Szene
nochmal gespielt werden muss.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen, Orte
oder Berufe eingeben lassen.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
7
Disziplin 4:
Körperspiele
Gebärden-Dolmetscher
< 3 Minuten/ 3 Personen
Eine Person wird zum Dolmetscher erklärt, dieser muss nun für eine Person, die möglichst wild
gebärdet, übersetzen. Diese gebärdende Person versucht, ein Gespräch mit seinem Gegenüber
(der dritten Person) zu führen. Natürlich darf der Gebärdende den Dolmetscher aufs Glatteis
führen und andersherum. Je wilder und weitreichender die Bewegungen, je komplizierter das
Thema des Dolmetschers, desto besser.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Die Szenen können erst von Team A, dann von Team B gespielt werden, es ist aber auch möglich,
dass in einer Szene Mitglieder beider Teams mit- und gegeneinander spielen und getrennt
bewertet werden, so dass zum Beispiel der Dolmetscher in einem anderen Team ist als der
Gebärdende.
Kleine Stimme
< 4 Minuten/ 3 Personen
Ein Darsteller steht abseits der Bühne und ist „die kleine Stimme“.
Diese kleine Stimme kann nur von einem Menschen auf der Bühne gehört werden.
Diese Person auf der Bühne muss nun versuchen, herauszufinden, was die kleine Stimme von ihre
möchte und gleichzeitig mit dem anderen Menschen auf der Bühne agieren, der die Stimme nun
mal nicht hört und manche Handlungen dementsprechend kurios finden könnte.
Wertung:
Das Publikum gibt Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Auch entscheidet der Schiedsrichter, ob eine Person aus dem Publikum oder er selbst den
imaginären Gegenstand und/ oder seinen „Auftrag“ vorgibt, aus dem die kleine Stimme spricht.
Hier könnte problemlos die Stimme oder die Person, die sie hören kann, durch einen Darsteller
aus dem „gegnerischen“ Team dargestellt werden.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
8
Marionetten
<4 Minuten/ 4 Personen
Zwei Menschen sind Puppen auf der Bühne, zwei andere deren Stimmen. Jeweils eine Stimme wird
einer Puppe zugeordnet.
Die Stimmen führen nun ein Gespräch, deren Handlungen die Puppen darstellen müssen.
Wertung:
Das Publikum gibt Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Hier können Stimmen und Puppen aus „gegnerischen“ Teams gestellt werden.
Einer für alle
Drei Durchläufe/ 3 Personen
An diesem
nehmen drei Personen teil. Zunächst wird eine normale Improszene gespielt. Wichtig
ist, dass in dieser
viel Bewegung, viel Action ist und dass alle drei auch reden. Gut ist es auch,
wenn die drei sehr unterschiedliche, prägnante
sind. In der nächsten Runde verschwindet einer
von den drei Spielern von der Bühne. Nun wird die gleiche Szene wiederholt. Aber das Handeln
und Reden des verschwundenen Spielers wird nun zusätzlich zu der eigenen Rolle von einem der
beiden auf der Bühne verbliebenen Spielern übernommen: Er muss also, je nach dem, wen er von
den beiden Figuren spielt, jeweils deren Position, Haltung, Charakter immer wieder übernehmen
und damit wechseln und somit auf der Bühne „herumspringen“. Für die dritte Wiederholung der
Szene verschwindet auch der zweite Spieler. Der verbleibende Spieler – derselbe, der auch in der 2.
Runde zwei Personen gespielt hat – muss nun dieselbe Szene allein spielen und dabei drei
Personen spielen. Da er alle drei spielt und repräsentiert, muss er natürlich dauernd Position,
Haltung und Charakter wechseln. Das ist ziemlich anstrengend 🙂
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Disziplin 5:
Ratespiele
Experten-Spiel
Ein Durchlauf/ 3 Personen
Der Experte wird zu Beginn des Spiels – von einem Zuschauer begleitet – aus dem Saal geschickt
(oder er muss sich die Ohren zuhalten). Vom Publikum wird ein wissenschaftlicher Begriff oder
eine Erfindung erfragt, die der Experte raten muss und die es nicht gibt. Auf der Bühne wird nun
eine Expertenrunde gezeigt, welche aus einem Moderator und einem „armlosen“ Experten be
steht. Moderator und Expertenarme kennen den Begriff.
Der „Experten“ wird hereingeholt. Alle drei nehmen auf Stühlen Platz. Hilfreich ist es, wenn der
„Experte“ auf einem Stuhl ohne Rückenlehne sitzt. Das erleichtert dem hinter ihm sitzenden Spie
ler das ungehinderte Gestikulieren nach vorne.
Der Experte verschränkt seine Arme nach hinten, der Spieler „Expertenarme“ steckt seine Arme
nach vorne zwischen den Armen des Experten (oberhalb des Ellenbogens) und dessen Rumpf
durch und verschwindet ansonsten möglichst unsichtbar hinter dem Vorderspieler. Der Vorder
spieler spricht und der Hinterspieler macht die passenden Armbewegungen. Dabei kann er mit
seinen Bewegungen Vorgaben für den Sprechenden machen und Hilfen geben. Der Moderator
stellt den Experten vor und interviewt ihn. Ziel ist es, dass Moderator und Arme dem Experten de
zente Hinweise auf den zu ratenden Begriff geben, damit dieser ihn am Ende errät.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Du auch hier?
<
4 Minuten
/ 2 Personen
Zwei Spieler verlassen den Raum. Das Publikum wird nun nach Vorgaben für Orte und Beziehun
gen gefragt. Jeder Spieler bekommt einen Ort (von dem der jeweils andere Spieler nichts weiß)
und beide gemeinsam eine Beziehung (welche beiden genannt wird). Die Spieler dürfen ihren ei
genen Ort nicht verraten, aber während der Szene immer wieder Hinweise einstreuen. Der Ort
muss gegenseitig erraten werden, die Spieler verlassen ihre Rolle so lange nicht, bis beide Orte ge
nannt wurden. Damit ist die Szene sofort beendet.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
10
Sportreporter
<4 Minuten/ 4 Personen
Zwei Personen stehen am Bühnenrand und sind „Sportreporter“, die beiden anderen Darsteller
sind die „Sportler“. Jeweils ein Sportreporter wird einem Sportler zugeordnet. Der Reporter
beginnt nun, in typischem Radiosportreporter-Ton eine Sportart über eine Sportart zu berichten –
möglichst ohne dass das Publikum merkt, um welche Sportart es geht. Sein Sportler versucht,
entsprechend zu handeln. Irgendwann wird der Reporter von seinem Kollegen, dem anderen
Reporter unterbrochen, der nun aus seinem „Stadion“ berichtet. Während der andere Reporter
berichtet, muss der eigene Sportler trotzdem weiterspielen. Sollte er dabei die „Sportart“
wechseln, weil er nicht weiß, wo der Reporter hinsteuerte, muss der Reporter entsprechend
reagieren.
Unter „Sportarten“ versteht man hier aber nicht die typischen wie Fußball oder auch Schach,
sondern total banale, alltägliche Tätigkeiten wie Bügeln oder das Bestreichen eines Nutella-Brotes.
Das Spiel ist beendet, wenn beide Sportarten aufgedeckt sind.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Sportarten vorgeben lassen, die
dem entsprechenden Reporter zugeflüstert werden.
Dia-Show
<4 Minuten/
4 Personen
Mehrere Spieler stellen pantomimisch eine Szene dar. Ein Moderator beschreibt dann spontan,
was auf diesem Bild zu sehen ist. Auf ein bestimmtes Kommando ändern die Spieler Haltung und
Position. Ein neues Bild entsteht. Die Aufgabe des Moderators ist es zum einen zu erklären was auf
den einzelnen Bildern zu sehen ist, zum anderen eine Geschichte zu entwickeln, die die einzelnen
Bilder miteinander verbindet. Ziel des Spieles ist es, den Vortragenden so sehr wie möglich in
Schwierigkeiten zu bringen, indem man möglichst Absurdes darstellt, oder eine Szenerie darstellt,
die mit dem vorherigen „Dia“ offenbar nichts zu tun hat. Der Vortragende muss diese beiden Dias
dann irgendwie in eine Verbindung bringen und einen möglichst konsistenten Vortrag halten.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Spielleiter fragt nach einem Thema (Urlaubsreise wohin, wissen
schaftliches Thema). Nun beginnt der Vortragende zunächst mit ein paar einleitenden Worten, wie
bei einem Diavortrag üblich. Schließlich sagt er: „Und hier sehen sie, wie …“ und die Darsteller bau
en die dazu passende „Skulptur“ auf. Auf ein Signal der Vortragenden (Betätigen der Fernbedie
nung) verschwindet das Bild, das heißt die Skulptur verschwindet. Wieder spricht der Vortragen
de ein paar verbindende Worte um dann das nächste Dia (Skulptur) anzukündigen. usw. Die
Skulptur beinhaltet eventuell für den Vortragenden überraschende Komponenten, die er natürlich
in seinen Diavortrag einbauen muss.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
11
Disziplin 6:
Switches
Wachsen und Schrumpfen
Ein Durchlauf/ 4 Personen
Zwei Personen beginnen Szene 1. Wenn eine dritte Person hinzukommt, wird eine völlig andere neue
Szene (Szene 2) begonnen, gleiches gilt für die vierte Person (Szene 3).
Wer die Bühne zuletzt betrat, muss sie zuerst wieder verlassen – natürlich sinnig. Sobald dieser die
Szene 4 verlassen hat, wird direkt in Szene 3 gewechselt, wenn der nächste Darsteller die Bühne
verlässt, wird in Szene 2 gewechselt. Am Ende sind die ersten beiden wieder alleine auf der Bühne und
beenden Szene 1 und gehen ab.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Schizo-Blind-Date
<4 Minuten
/ 4 Personen
Bei diesem Spiel begegnen sich zwei Personen – Singles -, die sich noch nicht kennen. Wie im rea
len Leben geht es darum, sich kennenzulernen und zu sehen, ob es passt, man sich sympathisch
findet, man sich unterhalten kann usw.
Das Besondere: Einer der beiden ist eine gestörte Persönlichkeit: Er bzw. sie hat einen Tick, eine
Phobie und ein ungewöhnliches Hobby. Aber auch weitere Persönlichkeitsstörungen sind möglich,
etwa Schizophrenie, Trizophrenie, Manisch-depressiv-Sein (in raschem Wechsel), plötzliche Dia
lekts-„Anfälle“, Schlafkrankheit (Narkolepsie), Fetischismus u.v.m. Dass das natürlich beim „nor
malen“ Gegenüber gewisse Reaktionen auslöst, ist klar. Die Szene wirkt witziger, wenn die/der An
dere die wahrgenommenen Störungen nicht verbal anspricht.
Die Persönlichkeitsstörungen werden vor Beginn des Spiels beim Publikum abgefragt.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
1. Eine der beiden Personen wird von drei Spielern gespielt, die
abwechselnd agieren. Die normale Person spielt so, als würde sie den Wechsel nicht merken. Die
drei Spieler erhalten zu der Personenbeschreibung (Vorgabe) noch jeweils eine weitere
Eigenschaft. Üblich: Spieler 1 einen Tick, Spieler 2 ein Hobby und Spieler 3 eine Phobie.
2. Anstatt eines Blind Dates findet ein Bewerbungsgespräch statt, bei dem der Chef die gestörte
Persönlichkeit ist und von drei Spielern gespielt wird. Sehr schön, weil der Bewerber für
gewöhnlich im Tiefstatus alle „Macken“ seines zukünftigen Arbeitgebers hinnehmen muss, da er ja
den Job haben will – oder vielleicht auch nicht.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
12
Orte-Switch
<4 Minuten
/ 4 Personen
Beim Spiel Orte-Switch lässt sich der Moderator vom Publikum zunächst mehrere höchst
unterschiedliche Orte geben, außerdem eine weitere beliebige Vorgabe. Es sind mindestens zwei
Spieler auf der Bühne. Der Moderator lässt das Spiel an einem beliebigen der genannten Orte
beginnen. Nach einer gewissen Zeit stoppt der Moderator die Szene, die Spieler frieren in der
Bewegung ein, und er nennt einen weiteren der anfangs genannten Orte. Die Spieler müssen aus
der eingefrorenen Haltung heraus nun eine völlig neue Szene beginnen. Irgendwann wird wieder
gestoppt und es folgt ein weiterer Ort. So geht es weiter, bis alle Orte mit ihren jeweiligen Szenen
etabliert sind. Danach wechseln die etablierten Orte in beliebiger, vom Moderator vorgegebener
Reihenfolge immer dann, wenn er ein Zeichen gibt. Auch bei diesen Ortswechseln frieren die
Spieler jeweils kurz ein und setzen die zu dem betreffenden Ort gehörende (anfangs etablierte)
Szene fort.
Tipps und Hinweise:
Wichtig ist, die eingefrorene Haltung als Ausgangspunkt für das Spielen in der nächsten
Szene zu nehmen, das heißt, genau die eingefrorene Körperhaltung und -gestik muss bei
der nächsten Szene anfangs eine wichtige Rolle spielen! Daraus bezieht das Spiel seine
Wirkung und seinen Witz. Beispiel: Fummelt die Verkäuferin der Käuferin im Dessous-
Laden am Po herum, wird die Szene gestoppt und frieren die Spieler an, dann muss es bei
einer Folgeszene in einer Spielbank für die Hände am Po natürlich einen Grund geben!
Wenn der Moderator die Spieler quälen will, dann stoppt er jeweils bei Körperhaltungen
und -kombinationen, die in der nächsten Szene am anderen Ort besonders schwer zu
begründen bzw. einzubauen sind.
Frage zu den Orten könnte z.B. sein: Nennen sie Orte, an denen Geld ausgegeben wird.
wie oft einer der Orte angespielt wird, kann aus dramaturgischen Gründen unterschiedlich
sein. An einem Ort ist die betreffende Geschichte vielleicht nach dem vierten Mal zu Ende,
an dem anderen erst mit dem sechsten Mal
bei Gedächtnisschwäche sollte sich der Moderator die Orte aufschreiben
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Rollentausch
<4 Minuten
/ 2-3 Personen
Rollentausch ist ein Spiel für zwei oder drei Spieler. Die Spieler müssen auf Zuruf die Rollen
untereinander tauschen. Spieler A nimmt die Position und den Charakter von Spieler B ein, Spieler
B von Spieler C und C schließlich von A. Ein recht kompliziertes Spiel, welches hohe
Aufmerksamkeit von Spielern und Publikum erfordert.
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter kann das Publikum Variablen wie Emotionen,
Genres, Orte oder Berufe eingeben lassen.
Disziplinen der ersten Bergischen Theatersport-Meisterschaft 2017
13
Spiele fürs Stechen:
Tot in einer Minute
(Sollte es jemals zu einem Stechen kommen, wird dieses Spiel gespielt)
60 Sekunden/
4 Personen
Im Besten Falle dauert diese Disziplin exakt 60 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit muss mindestens
eine Person zu Tode kommen – ob durch Mord, Selbstmord oder natürlichen Tod ist den
Darstellern selbst überlassen.
Es versteht sich von selbst, dass diese 60 Sekunden genutzt werden sollten, um eine plausible und
für das Publikum interessante Geschichte zu produzieren.
Die Szene ist beendet, sobald der Tod vollends vollzogen ist.
Wertung:
Es gewinnt das Team, das näher an den 60 Sekunden dran ist, überschreitet man die 60
Sekunden, ist man raus. Der Schiedsrichter stoppt die Zeit, gibt die gestoppten Zeiten erst nach
beiden Szenen bekannt.
Erweiterungen/ Variablen:
Um dafür zu sorgen, dass keine vorbereitete Szene gespielt wird, kann
der Schiedsrichter das Publikum Variablen entscheiden lassen: Wer soll auf die Bühne, welche
Todesart (Selbstmord, Mord, natürlicher Tod) geschieht? Gibt es Genres, Orte, Gefühle?
Marathon mit Publikumsgegenstand
(Sollte es jemals zu einem zweiten Stechen kommen, wird dieses Spiel gespielt)
<4 Minuten/
8 Personen
Der Moderator holt aus dem Publikum einen Gegenstand auf die Bühne, den die Darsteller zu
einem anderen Gegenstand imaginieren sollen. So kann ein Schal als Schlange oder als Bügeleisen
benutzt werden. Durch Abklatschen schneller Szenenwechsel wie beim Szenen-Marathon, mit
jedem Spielerwechsel muss der Gegenstand zu etwas neuem werden. 8 Szenen (max. 30 Sekunden
pro Szene, jeder Spieler einmal einwechseln).
Wertung:
Das Publikum wertet durch Punktvergabe per Abstimmkarte (1, 3 oder 5 Punkte), der
Schiedsrichter ermittelt die vergebenen Punkte.
Erweiterungen/ Variablen:
Der Schiedsrichter schickt den Moderator, Requisiten aus dem
Publikum. Auch kann der Schiedsrichter das Publikum Genre, Orte oder Gefühle eingeben lassen.

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