Herdmanns- der erste Probentag

An dieser Stelle gestehe ich: Ich war ziemlich aufgeregt!

Part eins: die Jugendlichen

Zu meinen acht Jugendlichen mit allerhand verschiedenen Behinderungen (zwei Rollifahrer, eine Rollator-Nutzerin, ein Talker-Nutzer, alle mit geistiger Behinderung leichten bis mittelschweren Grades- um es mal defizitorientiert auszudrücken) kamen jetzt noch zwei jugendliche Damen ohne Behinderung.

Das war ziemlich interessant! Ich wusste nicht, wie sie reagieren und sich anstellen würden (bei einer weiß ich bis heute nicht, ob sie vorher wusste, worauf sie sich da einlässt).

Wir haben begonnen, indem wir versucht haben, das Krippenspiel, also die Weihnachtsgeschichte, möglichst arg durch den Kakao zu ziehen, das brauchen wir später noch!

Wir hatten also Maria und Josef, das sich ständig streitende Ehepaar, die heiligen drei Könige, die unbedingt ihren Schrott loswerden wollten- und sich um das Gold stritten- und einen sehr… robusten Engel.

Nach anfänglicher Scheu haben sich alle gut reingefunden und hatten großen Spaß (auch ich!).

Zu den Besetzungsgedanken gerade: Eine meiner Darstellerinnen spielt mit dem Gedanken, eine Schauspielschule zu besuchen (was ich ihr nicht so ganz zutraue), weshalb ich sie jetzt fordern möchte. Sie ist sehr gut in starken und/ oder bösen Rollen, also wird sie jetzt eine kleine, weiche, liebe Rolle bekommen.

Eine der beiden neuen Darstellerinnen neigt ebenfalls zur gespielten Stärke, nutzt diese auch gern im Alltag, weshalb bei ihr das Gleiche gilt.

Vielleicht werde ich ihr aber noch eine kleine Erwachsenenrolle geben, so dass sie mehr hat, an dem sie wachsen kann.

Ein Darsteller ist gläubig, weshalb ich ihm nicht die Rolle eines Herdmanns geben möchte, damit er keinem inneren Konflikt entgegensteuert.

Mehr weiß ich noch nicht…

Part zwei: die Erwachsenen

das war besonders spannend! Ich hatte den öffentlichen Aufruf, dem mehrere Erwachsene gefolgt sind.

Leider reichten bei manchen der Weg nur bis zum Telefon, nicht mehr aber zu mir an die Bühne.

Bei mir gelandet sind drei Frauen und ein Mann.

Es scheint eine sehr homogene Erwachsenengruppe zu sein, nicht was das Talent angeht, aber charakteristisch.

Ich habe die vier in verschiedene Improvisationen geschickt, in denen ich ihnen nach und nach die Erwachsenenrollen vorstellte (was ich ihnen erst später erklärte).

Ich vermute, sie fühlten sich wohl und werden wiederkommen.

Ich habe eine Ahnung, wer die größte Rolle der Erwachsenen bekommen wird,

habe mit ihnen aber Folgendes ausgemacht: Sie bekommen den Text per Email geschickt, sie sollen ihn lesen und sich eine Rolle (bei den kleineren auch gerne mehrere!) aussuchen und ich werde schauen, ob sich ihre Wünsche erfüllen lassen.

Mit den Erwachsenen probe ich im Zwei-Wochen-Takt, mit den Jugendlichen wöchentlich.

Part zwei: die Erwachsenen

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