Ich konnte gar nicht so schnell gucken, da hatte sich unser Thema grundlegend verändert.

Eigentlich haben wir an einem Theaterstück gearbeitet, in dem zwei Diebe aus Versehen in die Märchenwelt kommen und sich dort nun zurechtfinden müssen.

Weil eine Aufwärmübung aber dafür sorgte, dass letztlich alle meine Darsteller den rechten Arm erhoben über die Bühne stiefelten (und ich da natürlich arg gegen war), hat sich das Thema „Märchen“ schnell erledigt.

 

Letzte Woche haben wir eine ganze Zeitstunde nur damit verbracht, dass Fragen rund um den Zweiten Weltkrieg gestellt wurden und ich versuchte, alle zu beantworten.

Da ich mich auch privat sehr für jugendlichen Widerstand zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges interessiere, haben die Darsteller in dieser Hinsicht offene Türen eingerannt.

Sie waren so fasziniert von dem Thema, dass sie darum baten, dass wir etwas davon auf die Bühne bringen.

Dem Wunsch konnte ich natürlich nicht widersprechen.

Jugendliche mit Behinderung (und teils mit Migrationshintergrund) interessieren sich wirklich  für den Zweiten Weltkrieg- wow!

Heute habe ich eine Menge Literatur über diese Thematik mitgebracht (Biographien etc. über die weiße Rose, die Edelweißpiraten, verschiedene Einzelschicksale wie Anne Frank usw), um eine Gesprächsgrundlage zu haben.

Aufgrund dieser Grundlage haben sich zwei Gruppen gebildet, eine, die sich verstärkt mit den Edelweißpiraten auseinandersetzt und eine, die sich besonders mit der weißen Rose auseinandersetzt.

Wir haben kurze Szenen improvisiert, dabei immer mehr über das Thema gelernt und diese aufgenommen, vielleicht kommt am Ende ein ganzer Film heraus, wer weiß?!

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